Neue Kindertee Regelung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der „Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie“, durch die die Ernährung der Bevölkerung verbessert werden soll, erstmals Vorgaben für die Rezeptur und Kennzeichnung von sog. „Kindertees“ verabschiedet. Dazu wurde ein neuer Abschnitt in die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung (FrSaftErfrischGetrV) eingefügt. Dieser gilt ab dem 29. Mai 2020.

Als „Kindertee“ gelten demnach teeähnliche Getränke, die für den Konsum durch Säuglinge oder Kleinkinder bestimmt sind. Diese dürfen nicht mehr unter Verwendung folgender Zutaten hergestellt werden:

  1. Zucker gemäß Artikel 2 Absatz 4 in Verbindung mit Anhang I Nummer 8 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011,
  2. Honig,
  3. Malzextrakt oder andere aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnene Sirupe oder Dicksäfte oder
  4. Erzeugnisse nach Anlage 1 der Verordnung (d. h. Fruchtsäfte und -nektare).

Zudem müssen Kindertees einen Hinweis tragen, dass diese vor der Verabreichung nicht mehr nachgesüßt werden sollen und ab welchem Alter sie geeignet sind. Für Kindertees, die diesen Vorgaben nicht entsprechen, gilt ein Verkehrsverbot.

Die Verordnung steht eine Übergangsvorschrift vor. Bis zum 29. November 2020 dürften Kindertees noch gemäß der alten Rechtslage hergestellt und gekennzeichnet werden. Packungen, die innerhalb dieser Frist noch nach altem Recht hergestellt und gekennzeichnet werden, können ohne zeitliche Begrenzung abverkauft werden.

Die Rechtsanwälte vom fmcg.legal stehen Ihnen bei Fragen zur Umsetzung der neuen Regelungen gerne zur Verfügung.

 

 

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